„Die Bombe" - Reise in eine strahlende Zukunft

Atomkrieg und -unfälle im (utopischen) Fernseh- und Kinofilm

Einleitung

Im Science-Fiction-Film stellen Dystopien einen großen Themenbereich dar. Solche negativen Utopien nehmen (im besten Fall) reale gesellschaftliche Ängste auf und bilden sie filmisch ab. Wird die Furcht der Menschen vor unkontrollierbarer Technik zum Thema, überschneidet sich der utopische Film auch mit dem Genre des Katastrophenfilms. So können durch menschliches Versagen, Kriminalität oder Umweltverschmutzung katastrophale Folgen entstehen.

Lange vor den realen atomaren Unfällen in Harrisburg, Tschernobyl oder Fukushima haben so Filme vor Unglücken in Kernkraftwerken oder mit radioaktiven Material gewarnt. »Das China-Syndrom« (1979) ist hierfür ein eindrückliches Beispiel.

Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki 1945 stellen in der menschlichen Geschichte eine Zäsur dar, die auch in der Filmgeschichte Niedergang fand. In den 1950er Jahren prägte ein eher naiver und verharmlosender Ton den Umgang mit Atomwaffen und ziviler Kernenergie. Nichts schien unmöglich, der Wissenschaft oblag es, alle Probleme zu lösen und eine militärische Auseinandersetzung (mit der Sowjetunion oder China) war möglicherweise noch gewinnbar. Von einigen Ausnahmen abgesehen begann erst in den 1960er Jahren ein Umdenken und es kam zu ernsthaften Auseinandersetzungen mit der Thematik. In diesen Filmen werden die Auswirkungen eines Atomkriegs oder der meist schrecklichen Zeit danach (Postapokalypse/Post Doomsday) gezeigt. Filmische Höhepunkte werden in den 1980er Jahren produziert, einige der eindrücklichsten Werke entstehen (»The Day After«, »Threads«, »Testament«). Die filmische Verarbeitung der politischen Zuspitzung zwischen Ost und West weist auf ein weltweites Bewußtstein dieser Welt am Abgrund hin. Diese Filme hatten auch einen grundlegenden realitätsnahen Ansatz, bis hin zu Stilmitteln des Dokumentarfilms.

Die nachfolgende, natürlich unvollständige Aufzählung listet viele Science-Fiction-Filme, die sich mit Thema Atombombe, Atomunfall, Atomkrieg oder Umweltkriminalität im weitesten Sinne beschäftigen oder diese Themen für die Handlung relevant sind. Es finden sich aber auch mir wichtig erscheinende (nicht-utopische) Filme anderer Genres (z. B. Dokumentarfilm, Thriller, Biografie, Zeichentrick) in Form von Kino- und Fernsehfilmen sowie TV-Serien. Das japanische Monster Godzilla bleibt hier aber aus Platzgründen unberücksichtigt, obwohl die Filmreihe als Metapher der amerikanischen Atombombenabwürfe gesehen werden. VHS-Veröffentlichungen sind nur im Einzelfall berücksichtigt.

Besonders empfehlenswerte Filme sind mit ✰✰✰✰✰ ausgezeichnet.

1950er

Die letzten Fünf (Five, 1951)

Spielfilm von Regisseur Arch Oboler. Vier Männer und eine Frau überleben die Bombe. Bisher keine Veröffentlichung auf DVD oder Blu-ray.


Das letzte Ufer (On the Beach, 1959)

S/W-Spielfilm. Nach dem Dritten Weltkrieg ist das amerikanische U-Boot „Sawfish" auf dem Weg nach Australien. Dort hofft man der tödlichen Strahlung zu entkommen. Ein Signal aus San Francisco macht Hoffnung auf Überlebende. Doch letztendich können die Menschen nur auf ihren Tod warten. Starbesetztes (Gregory Peck, Fred Astaire, Ava Gardner, Anthony Perkins) Drama von Regisseur Stanley Kramer (»Flucht in Ketten«, »Das Urteil von Nürnberg«). Nach dem Roman von Nevil Shute. Ein sehenswerter, bitterer Genre-Klassiker. Ein schwächeres Remake folgte im Jahr 2000.


Weißes Blut (1959)

S/W-Spielfilm der DDR-Filmfirma DEFA. Ein Bundeswehrsoldat (Jürgen Frohriep) wird in den USA verstrahlt. Der Staat will das (natürlich) vertuschen.


Die Welt, das Fleisch und der Teufel (The World, the Flesh and the Devil, 1959)

Spielfilm von Regisseur Ranald MacDougall. Zwei Männer (Harry Belafonte und Mel Ferrer) und eine Frau (Inger Stevens) finden sich als letzte Überlebende der Menschheit. Interessant sind die Bezüge zum hervorragenden »The Quieth Earth« (1985, Regie: Geoff Murphy).


1960er

Panik im Jahre Null (Panic in Year Zero, 1962)

S/W-Spielfilm. Familie Baldwin (Milland, Hagen, Avalon) ist unterwegs ins Angel-Wochenende, als der Atomkrieg ausbricht und die Heimat Los Angeles zerstört wird. Regisseur und Schauspieler Ray Milland in einem, aus heutiger Sicht, doch reichlich naiv anmutenden Film, was die Auswirkungen der Strahlung und des Krieges betrifft (mangels Produktionsbudget erfährt man dies nur aus dem Radio). Die einfache Botschaft lautet: Die Familie muß um jeden (auch moralischen) Preis verteidigt werden. Für dieses Ziel wird auch gestohlen und gemordet. In seinen expliziten Gewaltdarstellungen teils erstaunlich derb. Nur die jazzige Filmmusik mag so gar nicht zur ernsten Handlung passen. Als sechster Titel in der Edition „Fluch der Galerie des Grauens" von Anolis mit Booklettext von Dr. Rolf Giesen und einem kurzen, sehr interessanten Featurette »Atomic Shock!« mit Joe Dante (»Die Reise ins Ich«, »Gremlins«).


Kriegsspiel (The War Game, 1965)

5 Sterne

Preisgekrönter (Oscar 1967 als bester Dokumentarfilm) Film von Peter Watkins über einen nuklearen Schlagabtausch zwischen der UdSSR und NATO. Von der englischen BBC als Fernsehfilm in schwarzweiss und mit nur 45 Minuten Laufzeit produziert, erfuhr diese zutiefst glaubwürdige und schockierende Darstellung sogar eine Kinoauswertung, da er im Fernsehen nicht gezeigt werden durfte. Im Stile eines fiktiven Dokumentarfilms (Mockumentary) werden die schrecklichen Folgen eines Atomkriegs im ländlichen - und somit nicht direkt betroffenen - Großbritannien gezeigt. Von Texteinblendungen unterbrochen, werden Evakuierungen, die Folgen des Atomblitzes, Verbrennungen und Entstellungen, Plünderungen und Erschießungen dargestellt. Das Ende mit „Stille Nacht, heilige Nacht" ist zutiefst traurig. Ein verstörendes Zeitdokument und Vorläufer von »Threads« (1984). Keine deutschsprachige Veröffentlichung.


Angriffsziel Moskau (Fail Safe, 1964)

5 Sterne

S/W-Spielfilm. Aufgrund eines Fehler wird eine US-Bomberstaffel in Richtung Rußland geschickt. Alle Versuche den Irrtum aufzuklären schlagen fehl. Gegen den Widerstand seiner Militärs gibt der US-Präsident (Henry Fonda) der Sowjetunion hochgeheime Informationen, die den Abschuss ermöglichen sollen. Doch ein Bomber kommt trotzdem durch und vernichtet Moskau. Die Welt steht vor dem 3. Weltkrieg. Hochspannender Thriller über Misstrauen und Paranoia im Kalten Krieg. Ausführliche Filmrezension


Ausverkauf des Todes (Death at Bargain Prices, 1967)

S/W-Serienfolge in der vierten Staffel der Fernsehserie »Mit Schirm, Charme und Melone« (»The Avengers«). Erpresser deponieren in einem Londoner Kaufhaus eine Atombombe. Mrs. Emma Peel (Diana Rigg) und John Steed (Patrick McKnee) ermitteln wie gewohnt mit viel Stil, Humor und knallharten Körpereinsatz. Ausführliche Serienrezension


1970er

Das Ultimatum (Twilight´s Last Gleaming, 1977)

Ein ehemaliger General (Burt Lancaster) dringt in ein Raketensilo in Montana ein. Damit soll die US-Regierung zur Veröffentlichung geheimgehaltener Dokumente aus dem Vietnamkrieg erpresst werden. Doch in General MacKenzie (Richard Widmark) hat er einen eiskalten Gegenspieler. Regisseur Robert Aldrich (»Das dreckige Dutzend«) drehte diesen militärkritischen und spannenden Streifen in Deutschland. Nach dem 1972 veröffentlichten Roman »Rothaut in Viper 3« von Walter Wager (»Telefon«).


Plutonium (1978)

Mit diesem Thriller bewies der deutsche Filmemacher Rainer Erler in einem vom ZDF koproduzierten Fernsehfilm seine Weitsicht. Eine Journalistin recherchiert das Verschwinden von Plutonium. Radioaktives Material in den Händen von Terroristen war Ende der 70er Jahre noch Science Fiction. Nur enthalten in der 6 DVD-Box „Rainer Erler Kultfilme".


Das China-Syndrom (The China-Syndrome, 1979)

Spielfilm. Mit Michael Douglas, Jane Fonda und Jack Lemmon erstklassig besetzt. Der spannende Thriller thematisiert eine Kernschmelze in einem amerikanischen Atomkraftwerk. Am 28. März 1979 kam es dann wenige Wochen nach Filmstart in Three Mile Island (Pennsylvania) tatsächlich zu einem echten Unfall. Der Spielfilm von James Bridges erhielt große Aufmerksamkeit, wurde zum Politikum und vielfach ausgezeichnet.


1980er

Die Kettenreaktion (The Chain Reaction, 1980)

Der actionreiche, australische Thriller thematisiert die Verseuchung der Umwelt durch ein leckgeschlagenes Atommüllager. Mit Mel Gibson in einer Minirolle, die aber in keinem Verhältnis zur Bewerbung auf dem DVD-Cover steht.


Overkill - Durch die Hölle zur Ewigkeit (Fukkatsu ni hi, 1980)

Spielfilm. Agenten stehlen einen bakteriologischen Kampfstoff. Als dieser versehentlich freigesetzt wird, stirbt die Menschheit aus. Einzig die Überlebenden der internationalen Polarstationen überleben. Darunter nur eine Handvoll Frauen, die die neue Zivilisation begründen sollen. Ein verrückt gewordener General (irre stark die B-Darsteller-Legende Henry Silva) löst zudem den nuklearen Holocaust aus. Obwohl starbesetzt (Glenn Ford, Chuck Connors, George Kennedy, Edward J. Olmos, Bo Svenson, Robert Vaughn) ist diese japanische Produktion viel zu lang. Die letzten 15 Minuten sind toll gefilmt und entschädigen etwas für diesen insgesamt lahmen Streifen. Auch unter dem Titel »Tödlicher Virus - Das Ende der Welt«.


War Games - Kriegsspiele (1982)

Spielfilm. Jugendlicher Hacker (Matthew Broderick) spielt, ohne es zu wissen, mit dem Supercomputer des US-Verteidigungssystems „Thermonuklearer Krieg". Regisseur John Badham (»Das fliegende Auge«) traf mit diesem actionreichen Mix aus Thriller, Computerspiel und Atomkriegsangst den damaligen Nerv. Vor allem für ein jugendliches Publikum gedacht, verzichtet dieser unterhaltsame Streifen auf jegliche Systemkritik. Ausführliche Filmrezension


Das Ende aller Tage (Future War 198X, 1982)

Animationsfilm. Die Regisseure Tomoharu Katsumata (»Captain Future«) und Toshio Masuda (»Tora!Tora!Tora!«) zeigen in diesem Anime einen zum Atomkrieg eskalierenden Konflikt zwischen NATO und Warschauer Pakt um ein Raketenabwehrsystem im Weltraum. Ungewöhnlicher Mix aus Politik, actionreichen Waffensequenzen, Science Fiction-Elementen (wie das damalige SDI-Projekt) und unvermeidlicher Liebesgeschichte. Mit Längen, aber filmhistorisch interessant. Auch als »Das Ende aller Tage - Der III. Weltkrieg hat begonnen« (Dynamic) und »Null-Zeit« (Starlight) auf VHS erschienen.


Der Tag danach (The Day After, 1983)

5 Sterne

Die sehr sehenswerte US-Fernsehproduktion zeigt am Beispiel der Stadt Kansas die möglichen Folgen eines nuklearen Schlagabtausches zwischen den Supermächten. Obwohl oder vielleicht gerade weil mit Stilmitteln des Katastrophenfilms von Regisseur Nicholas Meyer (»Flucht in die Zukunft«, »Star Trek II + VI«) inszeniert, verfehlte er die schockierende Wirkung auf die TV-Zuschauer nicht und löste seinerzeit heftige Diskussionen aus [1]. Aus heutiger Sicht war die Entscheidung richtig, nicht noch drastischer zu sein, weil nur so eine hohe Zuschauerzahl erreicht werden konnte. Realistisch wären die Folgen weitaus schlimmer (z. B. Nuklearer Winter [2]) was per Texttafel auch angemerkt wird. Damals ein enorm wichtiger Film, weil er die Menschen aufrüttelte.


Das letzte Testament (Testament, 1983)

Spielfilm. Am Beispiel der Familie einer US-Kleinstadt werden die Auswirkungen eines Atomkriegs deutlich. Der Film Lynne Littman kommt ohne Action- oder Katastrophenelemente aus. Stattdessen nähert er sich dem Thema sehr persönlich auf Familienebene. Der Tod kommt im Alltag schleichend durch Krankheit und Verstrahlung. Ergreifend, bisweilen auch bleiern, weil fast dokumentarisch wirkend. Dennoch ein sehr wichtiger Spielfilm, gerade im direkten Vergleich mit »The Day After«. Mit Lukas Haas, Kevin Costner und Rebecca De Mornay in Nebenrollen.


Silkwood (1983)

Spielfilm. Meryl Streep als Karen Silkwood, die 1974 in einer Fabrik für Plutonium verstrahlt wurde. Silkwood wollte Beweise an die Presse weiterreichen und stirbt an einem Autounfall. Dieser sozialkritische Thriller ist mit Streep, Kurt Russel und Cher hervorragend besetzt und spannend inszeniert von Mike Nichols. Nach einer wahren Begebenheit [3].


Special Bulletin (1983)

Spannender us-amerikanischer Fernsehfilm von Regisseur Edward Zwick über Atomterrorismus auf einem Kriegsschiff.


Im Zeichen des Kreuzes (1983)

Fernsehfilm. Zu einem Eklat im deutschen Fernsehen kam es, als der vom Westdeutschen Rundfunk mitproduzierte TV-Film nicht von allen Sendeanstalten ausgestrahlt wurde [4]. Im Film verunglückt ein Laster mit radioaktivem Material, ein Dorf wird verseucht und abgeriegelt. Die Bundeswehr schießt auf Zivilisten. Trotz kontroverser Ausgangssituation ist das Werk wegen seiner schlechten Darstellerleistung heute nur bedingt sehenswert. Filmhistorisch interessant.


Barfuß durch Hiroshima (1983)

5 Sterne

Animationsfilm. 1945: Wie erlebt eine japanische Familie den Atombombenabwurf auf Hiroshima? Herausragender und preisgekrönter zweiteiliger Anime, der auf einem stark autobiografischen Manga des Zeichners Keiji Nakazawa basiert.


Threads (1984)

5 Sterne

Spielfilm. Am Beispiel der englischen Stadt Sheffield werden die furchtbaren Folgen eines Atomschlags auf Europa überzeugend dargestellt. Diese herausragende Fernsehproduktion der BBC von Regisseur Mick Jackson wirkt stark semi-dokumentarisch. Ein zutiefst verstörender, aber dennoch extrem wichtiger Film. »Threads« ist der vielleicht wuchtigste Spielfilm zum Thema Atomkrieg, weil er äußerst pessimistisch und hoffnungslos ist. Am Ende ist die Gesellschaft auf ein pseudo-mittelalterliches Niveau zurückgeworfen. Ausführliche Rezension


Am Rande der Finsternis. Die Plutonium-Affäre (Edge of Darkness, 1985)

Miniserie. Umweltschützer werden ermordet, weil sie illegalen Machenschaften mit nuklearem Abfall auf die Spur kommen. Ein Polizist versucht die Hintergründe aufzuklären. Spannende BBC-Serie von Regisseur Martin Campbell mit ausgezeichneter Filmmusik.


News - Reise in eine strahlende Zukunft (1986)

Fernsehfilm. Der deutsche Regisseur Rainer Erler (»Operation Ganymed«, »Die Delegation«, »Das blaue Palais«) nahm sich mit dem vom ZDF und ORF koproduzierten TV-Film das Thema Atommüll vor. Susan (Birgit Doll) sucht mit Hilfe eines Fotografen ihren, bei einer Recherche verschwundenen, Mann. Nicht Erlers spannendster Streifen, aber thematisch seiner Zeit voraus.


Briefe eines Toten (Pisma myortvogo cheloveka, 1986)

Spielfilm. Die ab 1985 von Michael Gorbatschow initiierte Perestroika, machte es nun auch in der Sowjetunion möglich, kritische Filme zu veröffentlichen. "Briefe eines Toten" zeigt die zerstörte Welt nach der atomaren Apokalypse. Soldaten weisen die Menschen in einen Bunker ein. Wissenschaftler Larsen und einige Kinder bleiben zurück [6]. Der sowjetische Spielfilm von Konstantin Lopuschanskij zeichnet ein düsteres Bild der Menschheit, nur die Kinder sind am Ende Hoffnungsträger. Drehbuch u.a. von Boris Strugazki (»Stalker«). Als »Briefe eines toten Mannes« in der Classic Chiller Collection von Ostalgica veröffentlicht. Als Blu-ray mit vielen Extras, u.a. Podcast Audio-CD: Der Mann, der den dritten Weltkrieg verhindert hat, Text: Spiel mit der Bombe von Dagmar Röhrlich.


Wenn der Wind weht (When the wind blows, 1986)

Animationsfilm. Ergreifender englischer Zeichentrickfilm für Erwachsene von Jimmy T. Murakami (»Sador - Herrscher im Weltraum«) nach dem Comic von Raymond Briggs. Das Ehepaar Jim und Hilda erleben den Atomkrieg in einem Häuschen auf dem Land. Mit ihren Erfahrungen aus dem Zweiten Weltkrieg und vermeintlich hilfreichen Regierungsbroschüren [7] versuchen sie sich in naiv-rührender Weise zu schützen. Titelsong von David Bowie und Filmmusik von Roger Waters.


Die Bombe (1987)

Fernsehfilm. Der schwedische Schriftsteller Lars Molin lieferte die literarische Vorlage noch mit Schauplatz Stockholm. In diesem ambitionierten TV-Produktion von Regisseur Christian Görlitz (»Freier Fall«, »Kommissar Rex«) stellt Michael Degen einen Mann in Schutzkleidung dar, der mitten auf dem Hamburger Marktplatz eine Atombombe aufstellt und damit Politiker erpresst. Erstausstrahlung 1988 im ZDF, laut DER SPIEGEL [9] hatte die Fernsehproduktion mit Zensurschnitten zu kämpfen.


Gambit (1987)

Der deutsche Fernseh-Zweiteiler von Peter F. Bringmann ist mit Heinz Bennent, Dominic Raacke oder Rolf Zacher prominent besetzt. Eine Journalistin (Despina Pajanou) kommt auf die Spur einer atomaren Erpressung, die vertuscht werden soll. Der sehenswerte Thriller ist spannend.


Kreis der Angst (Ground Zero, 1987)

Thriller über in Australien verstrahlte Aborigines.


Miracle Mile - Die Nacht der Entscheidung (1988)

Spielfilm. Mitten in der Nacht versetzt Musiker Harry (Anthony Edwards) frischverliebt seine Freundin (Mare Winningham) in L. A. Durch Zufall gerät er an einen Telefonanruf, der nicht für ihn bestimmt ist. Der Anrufer berichtet vom Abschuß der Atomraketen. Harry versucht verzweifelt seine Liebe und sich vor dem Atomkrieg in Sicherheit zu bringen. Regisseur Steve De Jarnatt gelingt ein kleiner und überraschend guter Thriller, der zugleich kuriose Liebesgeschichte ist und den Geist des Kalten Krieges atmet. Zentral ist die Angst vor einem Atomkrieg aus der Sicht von jungen Menschen, die ihre Zukunft noch vor sich haben.


Schwarzer Regen (Black Rain, 1989)

Ausgezeichneter Spielfilm über den Atombombenabwurf auf Hiroshima 1945 aus der Sicht einer japanischen Familie. Nach dem Roman von Masuji Ibuse.


Die Schattenmacher (Fat Man and Little Boy, 1989)

Spielfilm, der vom Bau und Einsatz der ersten Atombomben im "Manhattan Projekt" erzählt. Von Regisseur Roland Joffé (»The Killing Fields«, »Mission«). Mit Paul Newman, Dwight Schultz, John Cusack, Laura Dern starbesetzt.


1990er

Die Kaltenbach-Papiere (1990)

Zweiteiliger Fernsehfilm. Starbesetzter Thriller der deutschen Filmlegende Rainer Erler mit Mario Adorf als Waffenhändler, Gudrun Landgrebe und Ulrich Tukur als Journalist.

Terminator 2: Tag der Abrechnung (Terminator 2: Judgement Day, 1991)

Spielfilm. Der zweite Teil des Terminator-Franchise ist nicht nur einer der besten Actionfilme aller Zeiten. Regisseur James Cameron zeigt auch die Vernichtung der Menschheit im atomaren Feuer mit großer Intensität. Im Vordergrund stehen aber die damals bahnbrechenden Special Effects und Arnold Schwarzenegger auf dem Höhepunkt seiner Filmkarriere.

Trinity & Beyond - Die Geschichte der Atombombe (Trinity and Beyond: The Atomic Bomb Movie, 1995)

Eindrucksvolle aber zwiespältige Dokumentation von Peter Kuran. Seltene Originalaufnahmen zeigen amerikanische, sowjetische und chinesische Atombombenabwürfe von 1945 bis 1964. Zeitzeugen wie der Physiker Edward Teller oder Atomwaffenexperten kommen im Interview zu Wort. Bekannte Persönlichkeiten wie Albert Einstein, Wernher von Braun, John F. Kennedy und viele andere sind in Archivaufnahmen zu sehen. Fast ohne kritische Distanz werden Atomexplosionen und Propagandafilme aneinandergereiht. Die wuchtige Orchestermusik von William Stromberg unterstreicht eher eine Faszination für diese Waffen.

Projekt: Peacemaker (1997)

Rasanter Actionfilm mit den Hollywood-Stars George Clooney und Nicole Kidman. Gute Amerikaner jagen böse Russen, die Atomsprengköpfe gestohlen haben.

Der dritte Weltkrieg (1998)

Mockumentary. Fiktive Dokumentation über den 3. Weltkrieg in Europa. Michael Gorbatschows Glasnost findet nicht statt, stattdessen putscht das sowjetische Militär. Von Guido Knopp, produziert durch das ZDF.

2000er

Fail Safe - Befehl ohne Ausweg (2000)

Spielfilm. Das Remake von »Angriffsziel Moskau« aus dem Jahr 1964 wurde für das Fernsehen produziert. Die kammerspielartige Inszenierung ist mit George Clooney, Richard Dreyfuss, Harvey Keitel, Noah Wyle, Brian Dennehy, Sam Elliot oder James Cromwell starbesetzt. Auch die Neuverfilmung nach dem Roman von Eugene Burdick und Harvey Wheeler ist äußerst spannend inszeniert. Im direkten Vergleich mit der Erstverfilmung fehlen vor allem die starken Charakterdarsteller Henry Fonda und Walter Matthau. Trotzdem: Ein sehr gelungener, minimalistischer Film mit großer Wucht. In schwarz-weiß.


U.S.S. Charleston - Die letzte Rettung der Menschheit (2000)

Miniserie. Nach dem Atomkrieg sucht ein amerikanisches U-Boot in Australien Schutz vor der Strahlung. Überflüssiges Remake des Science Fiction-Klassikers »Das letzte Ufer« von 1959. Regisseur Russel Mulcahy (»Highlander«) machte aus dem Kinofilm eine fast 200minütige Fernsehserie und kann trotz guter Besetzung (Armand Assante, Bryan Brown, Rachel Ward) nichts Wesentliches hinzufügen.


24 (2001-2010)

In der, damals innovativen, us-amerikanischen Fernsehserie »24« kommt es mehrfach zu terroristischen, nuklearen Bedrohungen. In der zweiten Staffel muss der Held Jack Bauer (Kiefer Sutherland) Los Angeles vor einer Atombombe bewahren. In der vierten Staffel gar die USA vor Havarien der Atomkraftwerke. Trotz Logikbrüchen und Beziehungsgeflechten auf Seifenopernniveau: Die acht Staffeln (plus Miniserie) bieten actionreiche, brutale Unterhaltung und sind längst (kontroverse) Fernsehgeschichte, die ohne die Ereignisse von 9/11 so nicht vorstellbar wäre.


K-19 - Showdown in der Tiefe (2002)

Spielfilm. Hochspannende Verfilmung der wahren Ereignisse um das gleichnamige verunglückte sowjetisches Atom-U-Boot im Juli 1961 [8]. Von Action-Regisseurin Kathryn Bigelow (»Zero Dark Thirty«, »Tödliches Kommando«) spannend, aber auch mit vielen erzählerischen Freiheiten, inszeniert. Mit Harrison Ford und Liam Neeson.


Scorcher (2002)

Spielfilm. Atomtests verschieben die Bahn der Erde in Richtung Sonne. Nur eine unter L. A. gezündete Atombombe kann die Erde retten. Schwachsinn mit einem schauspielerisch verschwendeten Rutger Hauer als Präsident und Kampfsportler Marc Dacascos.


Angst über Amerika (American Meltdown, 2004)

Für das amerikanische Fernsehen produzierter Thriller. Terroristen überfallen ein Atomkraftwerk. Der durchschnittliche, aber dennoch spannende Film ist insofern bemerkenswert, als sich herausstellt, daß die vermeintlichen islamischen Attentäter ehemalige amerikanische Elitesoldaten sind.


Die Wolke (2006)

Spielfilm. Die Verfilmung des bekannten Jugendbuchs von Gudrun Pausewangs von 1987 wurde überzeugend von Gregor Schnitzler verfilmt. Dabei lebt das Katastrophen-Drama vor allem von Paula Kalenbergs überzeugender Schauspielleistung. Die verstörenden Massenszenen wirken sehr glaubhaft. Ein wichtiger, deutscher Kinofilm. Ausführliche Filmrezension


Jericho - Der Anschlag (2006 - 2008)

Serie. Die großen US-Städte werden durch Atombomben zerstört. Die Kleinstadt "Jericho" in Kansas wird verschont. Die Bewohner müssen sich gegen Krankheiten, Plünderer, Söldner und eine korrupte Regierung erwehren. Actionreiches Soap-Drama, das die Familie und Menschlichkeit betont und kritische Seitenhiebe auf die Bush-Ära austeilt. Hat starke Momente, bleibt in der Gesamtheit aber hinter den Erwartungen zurück. Nach zwei Staffeln eingestellt.


Am Rande des Atomkrieges - Alles über die Kuba-Krise und weitere Beinahe-Katastrophen (2006)

Sehenswerte, manchmal aber etwas oberflächliche Dokumentation des Discovery Channel über den atomaren Rüstungswettlauf im Kalten Krieg und die Beinahe-Auslöschung der Menschheit. Mit Originalaufnahmen und Interviews wird die gefährliche Rüstungsspirale von den 1950er bis zu den 1980er Jahren dargestellt. Ausführliche Filmrezension


Trügerisches Paradies (2007)

Hervorragende Dokumentation von Marion Pöllmann. Wie reagiert die Natur, Tierwelt und Haustiere, wenn die Menschen nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl plötzlich ihre Häuser verlassen und das Dorf aufgeben? Einmalige Sendung auf arte.


2010er

Into Eternity - Wohin mit unserem Atommüll? (2010)

5 Sterne

Die spannende Dokumentation befasst sich mit dem Bau des weltweit ersten atomaren Endlagers in Finnland. Wie ein Zeitreisender aus der Zukunft erlebt der Zuschauer in dieser außergewöhnlichen Dokumentation dieses gigantische Projekt tief unter der Erde, das tiefgreifende technische, moralische und gesellschaftliche Fragen aufwirft. Ausführliche Filmrezension


Unthinkable - Der Preis der Wahrheit (2010)

Spielfilm. Ein ehemaliger US-Soldat droht damit, drei Atombomben in amerikanischen Städten explodieren zu lassen. CIA-Folterexperte „H" (Samuel L. Jackson in brutaler Hochform) und die FBI-Agentin Brody (Carrie-Anne Moss) müssen um jeden Preis die Standorte herausfinden, um Millionen von Menschen zu retten. Das kammerspielartige und intensive Thrillerdrama verzichtet auf budgetstarke Action. Stattdessen wird die Frage aufgeworfen, wie weit staatlich sanktionierte Gewalt eingesetzt werden darf.


Restrisiko (2011)

Fernsehfilm. AKW-Sicherheitschefin recherchiert nach Nuklearunfall in der Nähe Hamburgs die Ursache des Unglücks. Mit Ulrike Folkerts, Matthias Koeberlin und Kai Wiesinger recht prominent besetzt. Die Sat1-Fernsehproduktion von Urs Egger ist klischeehaft, aber durchaus flott erzählt.


Aftermath (2012)

Spielfilm. Nach dem Atomkrieg rettet sich eine kleine Gruppe in einen Keller. Dann beginnt das langsame Sterben. Kammerspielartiges Drama mit Edward Furlong. Der bedrückende Schluß wartet mit einem actionreichen Finale auf.


Last Resort (2012-2013)

Fernsehserie. 13teiliges TV-Drama von Karl Gajdusek und Shawn Ryan. Das Atom-U-Boot Colorado verweigert einen Abschussbefehl, daraufhin jagt die eigene US Navy das Kriegsschiff. Die Mannschaft um Captain Chaplin (herausragend Andre Braugher) rettet sich auf eine Insel. Konflikte und Kämpfe sind die Folge. Die interessante Ausgangssituation (Staatsstreich, Militärkritik, Loyalität) wird leider durch unglaubwürdige und banale Handlungsstränge arg verwässert.


Phantom (2013)

Spielfilm mit Ed Harris und Akte-X-Star David Duchovny. In den 1960er Jahren übernehmen auf einem sowjetischen U-Boot abtrünnige KGB-Agenten (u.a. Duchovny) das Kommando. Durch die Tarnung als chinesisches Kriegsschiff und den Abschuß einer Atomraktete soll ein Krieg zwischen den USA und China provoziert werden. Harris (»Apollo 13«, »The Abyss«) spielt den traumatisierten Kapitän Demi Zubov hervorragend. Dass an Bord eines echten Sowjet-U-Boots gedreht wurde, verleiht dem Thriller Realismus. Leider wirken die Trickeffekte mau. Die Geschichte lehnt sich am realen Unglück des U-Boots K-129 an, das 1968 versank [10].


Der Mann, der die Welt rettete (The man who saved the world, 2014)

Dokumentarfilm mit Spielszenen. Stanislaw Petrow hat 1983 vermutlich die Menschheit vor der Vernichtung bewahrt. Als Offizier der sowjetischen Streitkräfte weigerte er sich, mehrere Raketenalarme als echt zu verifizieren und damit Gegenmaßnahmen auszulösen. Später bestätigte sich seine Entscheidung, als Fehlalarm aufgrund eines Softwarefehlers. Der Dokumentarfilm rückt den Menschen Petrow, seine schwierige Familiengeschichte und seine USA-Reisen in den Mittelpunkt, wo er unter anderem auf seinen Helden Kevin Costner trifft. Ausführliche Rezension


The Philosophers (2014)

Spielfilm. In einem Gedankenexperiment eines Philosophieprofessors sollen 20 hochbegabte Studenten entscheiden, wer im Angesicht einer Atomexplosion in den rettenden Bunker darf um die menschliche Rasse fortzuführen. Leidlich spannendes Drama mit schwachem Ende aber beeindruckenden Bildern.


The Idealist - Geheimakte Grönland (2015)

Spielfilm. Ein Journalist recherchiert zum Absturz eines vor vielen Jahrzehnten über Grönland abgestürzten us-amerikanischen B52-Bombers mit Atombomben an Bord. Dramatisches Thriller-Drama nach wahren Ereignissen in den 1960er und 1980er Jahren.


Tag der Wahrheit (2015)

Fernsehfilm von Anna Justice mit Florian Lukas. Ein französisches Atomkraftwerk wird besetzt um die Verantwortlichen zu erpressen.


Damascus, USA. Der Gau (Command and Control, 2016)

Dokumentation. 1980 kommt es in einem Atomwaffensilo im US-Bundesstaat Arkansas zu einem kritischen Unfall, weil ein Wartungsteam einen Schraubenschlüssel fallen lässt. Die ergreifende Dokumentation von Robert Kenner (Food Inc.) beschreibt anhand von Interviews mit den damals Beteiligten, Originalaufnahmen und Spielszenen die hochdramatischen Ereignisse. Sehr interessante Einblicke in die militärischen Strukturen während des Kalten Krieges. Deutsche Fassung bis 18.09.2020 abrufbar in der arte-Mediathek. Nach dem Sachbuch »Command and Control: Die Atomwaffenarsenale der USA und die Illusion der Sicherheit« von Eric Schlosser, erschienen bei C.H. Beck 2013.


Chernobyl (2019)

5 Sterne

Die fünfteilige Miniserie beschreibt den Ablauf der Nuklearkatastrophe von Tschnernobyl im April 1986. Hochkarätig besetzt (mit Jared Harris, Stellan Skarsgard, Emily Watson) wird hochspannend die Geschichte der Wissenschaftler, Ingenieure, Feuerwehrleute, Bergleute und ihrer Angehörigen erzählt. Eine Ausnahmeserie, die es schafft, historische Fakten auf einzigartige und sehr emotionale Weise zu vermitteln. Limitiertes Blu-ray Mediabook mit einem Textauszug aus dem Sachbuch »Tschernobyl: Eine Chronik der Zukunft« von Swetlana Alexijewitsch, erschienen im Suhrkamp Verlag 2019.


Geheimakte Atombombe (Atomic Age Declassified, 2019)

Dreiteilige Dokumentation: Lügen und Verrat (Born with the bomb), Spione im All (Spies in space), Bilder der Apokalypse (Filming the bomb). Informativer, historischer Mix aus Dokumentaraufnahmen und Interviews.


2020er

Der Spion (The Courier, 2020)

Spielfilm basierend auf wahren Begebenheiten. Während der 1960er Jahre spioniert der britische Geschäftsmann Greville Wynne in der Sowjetunion. Benedict Cumberbatch brilliert in diesem spannenden Spionagedrama um einen sowjetischen Oberst, der in der Kubabrise den dritten Weltkrieg verhindern will. Statt auf Action setzt Regisseur Dominic Cooke auf viel Realismus und Dramatik. Greville Wynne hat seine Erinnerungen auch in Büchern festgehalten.

Fear the Walking Dead (2021)

Fernsehserie. Am Ende der sechsten Staffel der Zombieserie »Fear the Walking Dead« verwirklicht ein Psychopath seinen Plan, Raketen des Atom-U-Boots USS Pennsylvania abzufeuern. Während der siebten Staffel wird dieses U-Boot dann die Heimat der Hautpfigur Morgan Jones. Vermutlich bot den Autoren die Zombieapokalypse nicht mehr genug Spannung. Und so musste man mit einem weiteren Katastrophenszenario darüber hinausgehen. Wenngleich die Handlung of hanebüchen ist, wirkt die postapokalyptische Szenerie nach dem Atomschlag unglaublich düster. Nur für Horror-Fans interessant, da auch der Ableger von »The Walking Dead« mittlerweile große Schwächen zeigt.

Super-GAU. Die letzten Tage Luxemburgs (2021)

Fernsehfilm. Aufgrund eines Super-GAUs mitten in Europa muß der Kleinstaat Luxemburg mit 600.000 Einwohnern evakuiert werden. Am 21.04.2021 auf Arte ausgestrahlt.

Oppenheimer (2023)

5 Sterne

 

Spielfilm. Akribisch und gewohnt bildgewaltig inszeniert Regisseur Christopher Nolan (»Interstellar«, »Inception«) ein exzellentes Biopic um den „Vater der Atombombe": J. Robert Oppenheimer. Der Hauptdarsteller Cilian Murphy portraitiert den Physiker als genialen und widersprüchlichen Wissenschaftler. Der bis in die Nebenrollen starbesetzte Kinofilm beschreibt Oppenheimers Anfänge als junger Physiker in den 1920er Jahren, bis zu den Anhörungen in den 1950er Jahren, als ihm aufgrund einer Intrige die Sicherheitsfreigabe entzogen wurde. Insgesamt sehr sehenswert.

Tschernobyl - Die Katastrophe (2023)

5 Sterne

Dokumentation. Hervorragende und beklemmende Dokuserie von Dirk Schneider und Ariane Riecker in vier Teilen: Paradies, Unfall, Lügen, Vermächtnis. Mit teils unveröffentlichten Originalaufnahmen, eindrücklichen Interviews mit Experten (Atomingenieuren, Ärzten, Hubschrauberpiloten) und erklärenden Animationen wird die Explosion des Atomkraftwerks in Tschernobyl auch für Laien verständlich aufgearbeitet. Von der Indienststellung des Reaktors 1970 bis zum Super-GAU 1986 und dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991.

Bis 13.02.2025 in der ZDF Mediathek➚ verfügbar.

Fallout (2024) Fernsehserie und Videospielverfilmung. Jahrhunderte nach dem nuklearen Overkill wagt sich die Bunkerbewohnerin Lucy erstmals an die Oberfläche, um ihren entführten Vater zu suchen. Dort muß sie sich mit gefährlichen Mutanten und Fanatikern herumschlagen. Die satirische Postapokalypse mit 60er-Jahre-Flair ist respektlos, witzig und spannend. Ein kleines Highlight aus den amazon-Studios. Bisher eine Staffel.

Literaturhinweise und Quellen

  1. Seite „Facing nuclear reality, 35 Jears after The Day After“. In: Bulletin of the Atomic Scientists. URL: https://thebulletin.org/facing-nuclear-reality-35-years-after-the-day-after
  2. Seite „Nuklearer Winter“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/index.php?title=Nuklearer_Winter
  3. Seite „Karen Silkwood“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/index.php?title=Karen_Silkwood
  4. Seite „Im Zeichen des Kreuzes (1983)“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Im_Zeichen_des_Kreuzes_(1983)
  5. Seite „Threads“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Threads
  6. Seite „Briefe eines Toten“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Briefe eines Toten
  7. Seite „Protect and Survive“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Protect and Survive
  8. Seite „K-19“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/K-19
  9. Seite „Fernsehen, Montag, 25.1". URL: https://www.spiegel.de/politik/fernsehen-montag-25-1-a-386a8352-0002-0001-0000-000013528642
  10. Seite „K-129". In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/K-129

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