V. S. Gerling: Die Farm

V. S. Gerling

Die Farm

Thriller

München ; Edition 211 ; 2017 ; 431 Seiten ; ISBN 978-3-95669-088-4

 

Nicolas Eichborn, mittlerweile Leiter des Amtes für Innere Sicherheit in Berlin und seine Freundin und Kollegin Helen Wagner sind gerade dabei die neue Wohnung zu kreieren, da stößt einer ihrer Kollegen auf einen Zusammenhang von Entführungen und Überfällen auf Geldtransporte. Bisher ist noch keiner auf die Idee gekommen, in dieser Hinsicht zu ermitteln. Das Team befragt die Angehörigen und nach und nach wird klar, dass die Fälle mehr zusammenhängen als anfangs gedacht. Es werden immer junge Paare entführt, die alle eine Gemeinsamkeit haben. Sie können auf natürlichem Weg keine Kinder bekommen und wenden sich alle an eine Kinderwunschklinik.

 

Aber was passiert mit den Entführungsopfern und warum begehen die Männer kurz nach der Entführung jeweils einen Überfall auf einen Geldtransporter? Eichborn und sein Team tappen zunächst im Dunklen, aber bald wird klar, dass sie Dinge aufwühlen, die so mancher lieber im Dunkeln belassen will. Die hohe Politik mischt sich ein und wieder einmal wird deutlich, dass Eichborn nicht der geborene Diplomat ist.

 

Die Entführungsopfer kommen alle in die Farm, wo sie im wahrsten Sinne des Wortes ausgeschlachtet werden. Die Ermittler sind den Tätern auf der Spur aber immer kurz vor oder nach der Festnahme sterben sie, so dass keine Beweise zu sichern sind.

 

Nach „Das Programm“, „Falsche Fährten“ und „Sieben Gräber“ legt V.S. Gerling mit „Die Farm“ den vierten Teil um die Ermittler Eichborn und Wagner vor. Der Thriller greift ein aktuelles Thema wie den Organhandel auf und es entspinnt sich ein spannender Plot, der immer wieder tolle Wendungen bereithält. Die oft unkonventionelle Art des Chefermittlers verleiht dem Ganzen eine schöne Färbung.

 

Fazit: Solider Thriller.

 

Matthias Wagner

4 Sterne
4 von 5

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© 2017 Matthias Wagner, Harald Kloth