John Strelecky: Auszeit im Café am Rande der Welt

Eine Wiederbegegnung mit dem eigenen Selbst

(Das Café am Rande der Welt, Band 3)

 

München ; dtv ; 2019 ; 155 Seiten ; ISBN 3-423-34964-6

 

Endlich ist der dritte Band aus John Strelecky's erfolgreicher "Cafe"- Serie erschienen, worauf sicher schon viele seiner Fans gewartet haben.

Auf 155 Seiten entsteht eine mystische Geschichte, die mit der abendlichen Heimfahrt Johns von der Beerdigung seines geliebten Patenonkels beginnt.

Im tosenden Unwetter verliert John kurz die Kontrolle über sein Mietauto und verursacht dadurch einen platten Reifen. Zeitgleich hat Hannah, ein junges Mädchen voller Misstrauen, eine Panne mit ihrem Fahrrad und trifft auf John, der gerade damit beschäftigt ist in einer Schutz bietenden Unterführung den kaputten Reifen zu wechseln. Nachdem beide völlig orientierungslos sind, nimmt der fürsorgliche John die Radfahrerin im Auto mit und sie finden Schutz im Cafe, das wie von Zauberhand plötzlich vor ihnen wie aus dem Nichts im Dunkel erscheint. So nimmt diese Geschichte Fahrt auf und entpuppt sich als Lehrstunde des Lebens in vertrauter Umgebung.

Natürlich spielen auch dieses Mal - wie könnte es auch anders sein - die geheimnisvollen Speisekarten im Lokal eine ganz besondere Rolle . Der Leser trifft auf alte Bekannte aus den vorangegangenen beiden Bänden, lernt aber auch neue Mitspieler kennen.

John Strelecky konfrontiert dieses Mal seine Fans mit dem schweren Thema "Älterwerden", "Tod", "dem Leben Inhalt geben" und "seine Rolle im Leben neu finden".

Auf dieses dritte, wichtige Erlebnis aus dem Leben John's darf man sich definitiv freuen. Zweifellos gibt es sehr viele Parallelen zu den vorangehenden Bänden was jedoch überhaupt nicht stört oder die Qualität beeinträchtigt. Die aktuell behandelte Thematik betrifft jeden von uns ab einem bestimmten Alter und regt zum Nach- und Überdenken an.

Fazit: Eine gelungene, wertvolle Fortsetzung der Reihe. Nebenwirkungen auf den Leser sind erwünscht!

Elisabeth Gonsch

5 Sterne
5 von 5

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© 2019 Elisabeth Gonsch, Harald Kloth