Bo Svernström: Opfer

Thriller

 

Hamburg ; Rowohlt ; 2019 ; 287 Seiten ; ISBN: 978-3-499-27629-3

Die Polizei in Stockholm wird gerufen, weil in einer Scheune ein regelrechtes Folter-Szenario stattgefunden hat. Der erst vor kurzen aus der Haft entlassene Marco Holst wurde massiv gefoltert und ans Scheunentor gekreuzigt. Zunächst glauben alle, dass er bereits tot ist, doch er gibt noch Lebenszeichen von sich.

Er wird in die nächstgelegene Klinik eingeliefert und die Ermittler, allen voran Carl Edson von der Reichsmordkommission, erhoffen sich von ihm Hinweise, die Spuren auf den Täter ergeben, denn am Tatort findet sich so gut wie keine DNA-Spur. Doch bevor Marco den Ermittlern klare Hinweise geben kann stirbt er und den Ermittlern bleibt zunächst nur ein Nikotinkaugummi, der am Tatort gefunden wurde. Wo ein Verbrechen stattgefunden hat sind Medienvertreter nicht weit. Alexandra Bengtsson, Zeitungsredakteurin beim Aftonbladet, will von den Ermittlern genau wissen, was passiert ist.

Zunächst sieht alles danach aus, als ob es sich um ein Szenario der organisierten Kriminalität handelt, denn bereits kurze Zeit später werden weitere Tote aufgefunden, die teils massivst gefoltert wurden. Aber welche Verbindungen haben die einzelnen Toten untereinander? Für das Ermittlerteam beginnt eine knifflige Aufgabe, denn es ist gar nicht so leicht, Schnittmengen zwischen den Opfern zu finden. Derweil setzt Alexandra alles daran, über diese Mordserie ausführlich in ihrer Zeitung zu berichten.

Der Autor legt mit dem Thriller "Opfer" sein Erstlingswerk vor. Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil wird ein großer Spannungsbogen aufgebaut, die Ermittlungen beginnen und für alle ist unklar, wer hinter dieser Mordserie steckt. Im zweiten Teil lüftet sich das Geheimnis und aus Sicht des Täters wird dargelegt, wie es zu dieser Mordserie kommen konnte. Im dritten und letzten Teil erfolgt nochmals ein rasanter Wettlauf, der in einem fulminanten Aha-Erlebnis endet.

Zunächst entsteht der Eindruck mit Beginn des zweiten Kapitels, dass 'die Luft bereits raus wäre', doch der Autor schafft es, erneut den Spannungsbogen aufzugreifen und bis zuletzt neue Wendungen einzubauen.

Fazit: spannend bis zuletzt!

 

Matthias Wagner

4/5 Sterne
4/5 von 5

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© 2019 Matthias Wagner, Harald Kloth