The Walking Dead, Band 1: Gute alte Zeit

Geschaffen und geschrieben von Robert Kirkman. Zeichnungen und Grautöne von Tony Moore

 

Ludwigsburg ; Cross Cult ; 2006 ; 156 Seiten ; ISBN 3-936480-31-1

 

Die Einführung ist auf nur einer Seite so kurz wie dramatisch: Der Streifenpolizist Rick wird bei einer Schießerei schwer verletzt. Auf der nächsten Seite erwacht er nach Koma in einem Krankenhausbett. Im menschenleeren Krankenhaus sucht Rick nach Hilfe, findet aber nur Zombies, denen er knapp entkommen kann.

 

Bei der Suche nach seiner Familie stößt Rick Grimes auf Morgan Jones und dessen Sohn Duane. Der Cop erfährt auch von "den Toten", die sich über das ganze Land verbreitet haben. Da Rick seine Familie in Atlanta suchen will, trennen sie sich freundschaftlich. Nachdem ihm auf dem Weg in die Großstadt das Benzin ausgegangen ist, entdeckt der Polizist in einem Stall ein Pferd. Er reitet in die Stadt, was sich bald als großer Fehler herausstellen wird.

 

Glenn rettet Rick aus einer aussichtslosen Lage und bringt ihn in sein Camp. Dort trifft Rick endlich auf seine Frau Lori und seinen Sohn, sowie seinen Partner Shane. Neben anderen gehören zur Gruppe auch Carol und ihre Tochter, Dale, Andrea und ihre Schwester Amy. Bei einem Angriff der Toten wird Amy getötet. Zwischen Rick und Shane kommt es zu einem Konflikt, der in einem dramatischen Ende eskaliert ...

 

Dieser erste Band des "The Walking Dead-Universums" bietet herausragende, ikonische Momente. Das Erwachen Ricks aus der Vogelperspektive etwa ist ein solcher. Seine anschließenden ersten Gehversuche sind bewegend gezeichnet, ebenso seine hilflose Suche nach Hilfe im Krankenhaus. Ein anderer denkwürdiger Moment ist Rick auf seinem Pferd vor der Skyline Atlantas. Dieses Bild wurde auch für die Bewerbung der TV-Serie eingesetzt. Interessant auch das erste Aufeinandertreffen mit Morgan, Glenn und Carol. Diese Charaktere werden auch in den TV-Serien noch großen Raum einnehmen.

 

Die schwarz-weissen Zeichnungen sind in ihrer Detailfreude sehr beeindruckend. Die Gesichter der Protagonisten sind ausdrucksstark, was bei dieser Zombieserie wichtig ist. Denn Kirkman geht es in erster Linie nicht um Gewalt und Splatter. Sein Hauptinteresse gilt den Figuren, ihren Gefühlen und ihren moralisch oft fragwürdigen Verhaltensweisen in dieser apokalyptischen Welt. Im Vorwort schreibt Robert Kirkman von seiner Verehrung für die Zombiefilme von George A. Romero. Und dass er mit dieser Comicreihe versucht hat darzustellen, wie es danach weitergeht. Das ist Kirkman und dem Zeichner Tony Moore mehr als gelungen.

 

Extras: Vorwort von Robert Kirkman, Interview mit Robert Kirkman, Interview mit Tony Moore, Der Zombie-Guide Teil 1: Zombie-Filme von Thomas Dräger.

 

Der erste Band wurde in deutscher Erstveröffentlichung als Hardcover und preisgünstiger auch als Softcover (2015) veröffentlicht. Außerdem sind die ersten acht Bände im "Kompendium 1" (2013) als Sammelwerk erschienen.

 

Fazit: Herausragender Start eines apokalyptischen Universums. Die lange Reise von Rick beginnt.

 

Harald Kloth

4/5 Sterne
4/5 von 5

The Walking Dead

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© 2021 Harald Kloth

 

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