Romy Hausmann: Perfect Day

Thriller

München ; dtv ; 2022 ; 414 Seiten ; ISBN 978-3-423-26315-3

 

Buchcover Romy Hausmann: Perfect Day
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Seit vielen Jahren verschwinden Mädchen im Berliner Umland und der Täter markiert die Fundorte der Leichen mit roten Schleifen. Als der bekannte Philosophieprofessor Walter Lesniak wegen des Mordes an diesen zehn Mädchen verhaftet wird, bricht für seine 24-jährige Tochter Ann eine Welt zusammen. Aufgrund des frühen Todes ihrer Mutter war ihr Vater seit ihrer Kindheit die engste Bezugsperson. Sie glaubt fest an die Unschuld ihres Vaters und versucht mit allen Mitteln diese zu beweisen. Weder von den Medien, die ihren Vater als Schleifenmörder abstempeln, noch von ihrem Umfeld lässt sich Ann aufhalten. So stürzt sich Ann in eigene Ermittlungen, erst mit ihrer Jugendfreundin Eva und später mit dem Journalisten Jakob. Von Zeit zu Zeit kommen jedoch auch Ann Zweifel, ob ihr Vater nicht doch der Täter sein könnte. Kann Ann die Unschuld ihres Vaters beweisen oder stellt sich am Ende doch heraus, dass Professor Lesniak hinter den Morden steckt?

Romy Hausmann (Liebes Kind, 2019) erzählt den Thriller hauptsächlich aus der Ich-Perspektive von Ann. Zwischendurch sind immer wieder Textpassagen eingestreut z. B. wie Ann als Kind Gefühle wie Enttäuschung, Einsamkeit usw. erklärt. Auch Interviewaufnahmen und Briefe sowie Kapitel aus Sicht des Mörders sind immer wieder eingefügt. Besonders die Einblicke in Anns kindliche Gefühlswelt stören den Lesefluss.


Der Autorin gelingt es in diesem Buch leider selten Spannung zu erzeugen. Meist plätschert der Plot langatmig vor sich hin. Am ärgerlichsten ist es aber, dass die Handlung an vielen Stellen zu konstruiert wirkt. Die Hauptfigur Ann bleibt dem Leser bis zuletzt fremd.

Fazit: Leider ein enttäuschender Thriller bei dem nur wenig Spannung aufkommt. Die Story wirkt oft wie an den Haaren herbeigezogen.

 

Katrin Hildenbrand

2 Sterne
2 von 5

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© 2022 Katrin Hildenbrand, Harald Kloth, Cover: Copyright © Copyright © dtv Verlagsgesellschaft