Marc Hofmann: Der Mathelehrer und der Tod

Gregor Horvaths erster Fall

München ; Droemer-Knaur ; 2021 ; 272 Seiten ; ISBN: 978-3-426-45743-6
 
Gregor Horvath ist Lehrer für Geschichte und Deutsch an einem Gymnasium in Freiburg. Er ist etwas aus der Zeit gefallen, kleidet er sich doch ausschließlich mit Anzügen. Auch technisch gesehen vertraut er auf die Lernmaterialien, mit denen bereits er unterrichtet wurde. Ganz anders ist sein Zwillingsbruder Martin, der bei der Kriminalpolizei arbeitet. Eines Morgens wird der Mathelehrer, Herr Mentzel, tot aufgefunden. Das Fenster im Turm ist geöffnet und alles deutet zunächst auf Selbstmord hin. Die Ermittlungen der Polizei werden relativ schnell eingestellt, obwohl Gregor große Zweifel an der Selbstmordtheorie hat. Fast spaßeshalber sagt sein Bruder Martin: “dann musst du selbst ermitteln“. Dies lässt sich Gregor nicht zweimal sagen und entwirft zusammen mit seinen Schülern jede Menge Theorien. Unterstützt wird er dabei auch von der Kollegin seines Bruders. Aber Gregor ahnt nicht, auf was er sich hier einlässt.
 
Marc Hofmann, selbst Gymnasiallehrer, legt mit „Der Mathelehrer und der Tod“ einen Krimi vor, der durchaus auch als Zustandsbeschreibung des Schulsystems dienen kann. Man merkt sehr schnell, dass er von seinem jahrelangen Insiderwissen immens profitiert. Mit den Zitaten und den Theorien, die entworfen werden, eignet sich dieses Werk durchaus auch als Schullektüre. Man darf also gespannt sein, wie es mit Gregor Horvath weitergehen wird.
 
Fazit: Amüsanter Einblick ins gymnasiale Schulsystem!

 

Matthias Wagner

4 Sterne
4 von 5

Lehrer Horvath ermittelt

Band 1: Der Mathelehrer und der Tod | Band 2: Horvath und die verschwundenen Schüler

 

 © 2021 Matthias Wagner, Harald Kloth