Thirteen Days

(USA 2000)

 

Die Kubakrise war eine Konfrontation zwischen der Sowjetunion und der USA während des Kalten Krieges im Oktober 1962. Während 13 Tagen drohte dieser Konflikt, um von der Sowjetunion heimlich auf Kuba stationierte Atomwaffen, in einen Atomkrieg zwischen den Supermächten zu eskalieren.

 

Regisseur Roger Donaldson (No Way Out, Dante´s Peak, Bank Job) liefert einen fulimanten Thriller ab, der fast nur aus historisch belegten Gesprächen besteht und zum Großteil in den Räumen des Weissen Hauses spielt. Die Darsteller Kevin Costner (als Berater Kenny O´Donnell), Bruce Greenwood (als Präsident John F. Kennedy) und Steven Culp (als Robert Kennedy) spielen souverän die Rollen der großen historischen Vorbilder.

 

Der politische Druck und die Zwänge, unter denen Präsident Kennedy in diesen Tagen stand, wird greifbar. Einerseits drängten die Militärs auf die militärische Lösung, weil die USA der Sowjetunion militärisch überlegen war. Andererseits wollte er sich nicht dem Vorwurf einer Beschwichtigungs-Politik aussetzen. John F. Kennedy erkannte auch einen direkten Zusammenhang mit der Berlin-Krise (1958 bis 1962). Letztendlich konnten Kennedy und der sowjetische Parteichef Nikita Chruschtschow durch kluges und besonnenes Handeln einen Dritten Weltkrieg abwenden.

 

Als interessantes Bonsumaterial ist neben Audiokommentaren unter anderem die Dokumentation "Roots of The Cuban Missile Crisis" mit Archiv- und Interviewmaterial und das kürzere Making Of "Bringing History to the Silver Screen" enthalten.

 

Fazit: Hochspannender Politthriller, der die Mechanismen auf höchster politischer Ebene aufzeigt.

 

Harald Kloth

4/5 Sterne
4/5 von 5

© 2018 Harald Kloth