Guillaume Musso: Das Atelier in Paris

Roman

München ; Pendo ; 2018 ; 461 Seiten ; ISBN 978-3-86612-446-2

Der Autor Gaspard Coutances reist wie jedes Jahr kurz vor Weihnachten nach Paris um dort ein neues Stück zu schreiben. Seine Agentin hat ihm dieses Mal eine ganz besondere Unterkunft gebucht. Das ehemalige Atelier des Malers Sean Lorenz soll seine Kreativität beflügeln. Dumm nur, dass die Unterkunft durch einen Buchungsfehler doppelt vermietet wurde. Die Londoner Polizistin Madeline Greene will nach einer emotionalen Krise in Paris zur Ruhe kommen. Und nun ist da ein wildfremder Mann, der das Atelier ebenfalls für sich in Anspruch nimmt.
 
Nach dem ersten großen Ärger erfahren die beiden, an welchen besonderen Ort es sie verschlagen hat. Sie erhalten Einblick in das Leben des genialen Künstlers, der nach einem schweren Schicksalsschlag ein gebrochener Mann war. Nachdem man seinen kleinen Sohn umgebracht hat, zerstört Lorenz seine Bilder. Aber wo sind die drei Gemälde, die er vor seinem Tod noch gemalt haben soll?
 
Madeline und Gaspard beginnen nachzuforschen. Hängt alles mit den künstlerischen Anfängen von Sean Lorenz zusammen? Er gehörte zu einer Gruppe namens Artificers, die aus drei Personen bestand. Gönnten sie Lorenz den Erfolg nicht? Haben die beiden mit der Entführung und Ermordung von Julian Lorenz zu tun?
 
Für die beiden beginnt eine rasante Jagd nach der Wahrheit, die sie auch nach New York führt. Dabei werden Madeline und Gaspard immer wieder auch mit den eigenen Unzulänglichkeiten und Abgründen konfrontiert.
 
Guillaume Musso hat mit 'Das Atelier in Paris' eine spannende Geschichte konstruiert.  Beim Lesen hält man bei manchen Szenen fast den Atem an, weil es so spannend ist. Vor allem der Schluss lässt einen schließlich aber sprachlos zurück.
 
Fazit: ein perspektivreicher und sehr spannender Roman.

 

Sonja Kraus

4 Sterne
4 von 5

© 2018 Sonja Kraus, Harald Kloth