Andreas Gößling: Wolfswut

True-Crime-Thriller

 

München ; Knaur ; 2018 ; 523 Seiten ; ISBN: 978-3-426-52132-8 

 

Lotte Soltau, die Tochter des vor kurzem verstorbenen Unternehmers Alex Soltau findet im Nachlass des Vaters einen Schlüssel für eine verlassene Lagerhalle.

Dort macht sie eine schreckliche Entdeckung: in mehreren Fässern lagern Leichenteile.

 

Die Kriminalhauptkommissarin Kira Hallstein vom LKA Berlin, von allen nur Hallstein genannt, wird zusammen mit ihrem vor kurzem aus Bayern versetzten Kollegen Max Lohmeier an den Fundort gerufen. Bereits nach Stunden ist klar, dass es sich in den fünf Fässern um fünf verschiedene Frauen handelt. Die einzelnen Körperteile sind in Formalin eingelegt, was die Ermittlung des Todeszeitpunkts enorm erschwert. Der Rechtsmediziner Dr. Hünfeld kann nur eine grobe Einschätzung abgeben. Fest steht, dass die Mordserie in den letzten beiden Jahrzehnten stattgefunden haben muss.

 

Kira, gerade wieder einigermaßen stabil, hat sie sich doch vor Jahren freiwillig in die Psychiatrie einliefern lassen, hadert mit sich und ihrem neuen Freund Niels, denn es scheint eine feste Beziehung zu werden. Aber seine psychologischen Tipps bringen sie erheblich weiter. Ihre Vorgesetzte, Kriminaldirektorin Franka Fundlandt ist nicht immer einverstanden mit den Ermittlungen von Kira Hallstein und nach und nach entsteht der Eindruck, dass sie die Ermittlungen aktiv behindert. Aber Kira Hallstein bleibt sich selbst treu und  schnell wird klar, dass viele Personen involviert sind.

 

Nachdem klar ist, dass Alex Soltau nicht alleine gehandelt hat, beginnt die Suche nach seinem Helfer. Doch dann wendet sich das Blatt und Kira steht einer der emotionalsten Momente ihres Lebens bevor.

 

Andreas Gößling legt mit Wolfswut einen soliden Thriller vor, der alles beinhaltet, was Thrillerfans mögen. Die detaillierte Schilderung der Berliner „Puff-Unterwelt“ lässt einen erschaudern. Das Ermittlerteam Hallstein/Lohmeier verspricht weitere spannende Bücher, kündigt Gößling doch im Nachwort bereits an, das er an einer Fortsetzung arbeitet.  

 

Fazit: Spannender Einblick in die Schattenwelt - absolut lesenswert!

 

Matthias Wagner

4 Sterne
4 von 5

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© 2018 Matthias Wagner, Harald Kloth