Jürgen Siegmann: Schattenmensch

Jürgen Siegmann

Schattenmensch

Thriller

Edition 211 ; 2017 ; 269 Seiten ; ISBN: 978-3-95669-086-0
 
Tarek Bajari ist aus Libyen geflohen und lebt als illegaler Einwanderer (Schattenmensch) in Köln. Zusammen mit anderen geht er wechselnden Beschäftigungen nach. Als er einem Bekannten einen Freundschaftsdienst erweisen will, gerät er mitten in einen Mordfall und alle halten ihn für den Mörder von Anwalt Dr. Probst.

 

Tarek gelingt die Flucht, doch ab jetzt muss er noch viel vorsichtiger sein, denn nicht nur die Polizei ist hinter ihm her. Kurze Zeit später liegt die Frau des ermordeten Anwalts tot im Swimmingpool. Nachdem erneut der Ausländer Tarek für diesen Mordfall verantwortlich gemacht wird, heizt sich die politische Stimmung auf. Die Rechten haben mit ihm ihren Sündenbock ausfindig gemacht.

 

Tareks psychische Belastung nimmt stetig zu, denn er weiß bald nicht mehr, auf wen er sich überhaupt noch verlassen kann. Nur sein Freund Marco und seine Freundin Simone stützen ihn. Als Marco von Tareks Verfolgern halb totgeschlagen wird, steht für Tarek fest, dass auch er in höchster Gefahr ist und um sein Leben fürchten muss.

 

Er kommt einem geheimnisvollen Rätsel auf die Spur, weiß aber immer noch nicht, wie stark seine Gegner sind. Als bei einer Kundgebung ein aufstrebender Politiker erschossen wird, will man auch dies Tarek anlasten. Tareks Lage scheint aussichtslos, da sich alles auf ihn als Täter konzentriert.

 

Jürgen Siegmann ist mit Schattenmensch ein sehr guter Thriller gelungen, der die Themen unserer Zeit genial aufgreift. Siegmann spannt einen großen Bogen von den Ereignissen des Oktoberfestattentats in den achtziger Jahren bis zur Flüchtlingssituation in unserer Zeit.
 
Fazit: Ein packender Politthriller.

 

Matthias Wagner

3 Sterne
3 von 5

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© 2017 Matthias Wagner, Harald Kloth