Selfies

Jussi Adler-Olsen

Selfies

Der siebte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q

München ; dtv ; 2017 ; 573 Seiten ; ISBN: 978-3-423-28107-2

Im Park wird die ältere Dame Rigmor Zimmermann, die kurz zuvor bei ihrer Tochter Birgit und Enkelin Denise war tot aufgefunden. Die Mordkommission nimmt die Ermittlungen auf.

Carl Mørck hat mit seinen Mitarbeitern derweil ganz andere Sorgen, denn das Sonderdezernat Q soll aufgelöst werden. Zu allem Überfluss ist auch noch die Sekretärin Rose plötzlich verschwunden.

Zeitgleich wird Michelle, eine junge hübsche Arbeitslose, von einem Auto angefahren und die Ermittler glauben nicht an einen Unfall, denn bereits kurze Zeit später stirbt eine junge Frau, die von einem Auto überfahren wurde. Nachdem Michelle gegenüber ihren beiden Freundinnen Jazmine und Denise einen Verdacht äußert, endet die nächste Attacke auf sie tödlich. Hat dies alles mit einem kuriosen Diskoüberfall zu tun, bei dem ein Mitglied von „The Black Ladies“ erschossen wurde?

Die Sozialarbeiterin Anne-Line Svendsen ist in zunehmendem Maße frustriert von ihrer Arbeit, denn ihre jungen weiblichen Schützlinge wollen nur schön sein und nichts tun. Ein Arztbesuch bringt eine tödliche Diagnose und einen noch tödlicheren Plan.

Carl, Assad und Gordon sind schwer mit der Vergangenheit von Rose beschäftigt, denn sie erhoffen sich dort Hinweise auf ihr jetziges Verhalten. Die Ermittlungen in den aktuellen Fällen laufen weiter und der Verdacht erhärtet sich, dass die Fälle zusammenhängen könnten. Carls früherer Chef Marcus Jacobsen bringt dann auch noch einen längst vergessenen Fall ins Gespräch, der große Parallelen zur Ermordung von Rigmor aufzeigt.

Im siebten Fall für Carl Mørck vom Sonderdezernat Q entwickeln sich die Fälle parallel zueinander. Zunächst ist nicht klar, was in Kopenhagen passiert. Das Ermittlerteam ist dezimiert, denn Rose ist nicht an Bord. Mehr noch, sie ist in großer Gefahr und alle setzen alles daran, sie zu retten. Jussi Adler Olsen schafft es auch mit dem siebten Band um das Sonderdezernat Q die Geschichte weiter zu entwickeln.

Fazit: Ein toller Plot! Selfies lässt aufflackern, was Frust alles bewirken kann.

 

Matthias Wagner

4/5 Sterne
4/5 von 5

 

Endlich erschien im März 2017 der bereits siebte Fall rund um das Sonderdezernat Q der Kopenhagener Mordkommission. Diesmal hat das Team rund um Kommissar Carl Morck und seinen Assistenten Assad alle Hände voll zu tun: Gleich drei Fälle zur selben Zeit sind zu lösen: eine alte Dame wird in einem Park ermordet, mehrere junge Frauen werden von einem Autofahrer überfahren und dann ist da noch Carls Assistentin Rose, die von ihrer Vergangenheit eingeholt wird und der sie natürlich als gute Kollegen helfen möchten.

 

Wie bei den vorherigen sechs Bänden, werden die Charaktere des Teams Carl, Assad und Rose herrlich sympathisch und authentisch beschrieben. Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und Adler-Olsen lässt immer wieder einen recht schwarzen Humor einfließen, so dass man an einigen Stellen schmunzeln muss. Die Handlung ist diesmal wirklich einfallsreich und obwohl man einen der Mörder nach wenigen Kapiteln kennt, ist das Buch dennoch spannend bis zum Schluss. Wie hängen die Fälle zusammen und können Carl und Assad ihrer Kollegin Rose tatsächlich helfen?

 

Auch Thriller-Fans, die die Vorgängerromane noch nicht gelesen haben, werden der Geschichte gut folgen können, da wenig Vorwissen vorausgesetzt wird.

 

Fazit: Ein atemberaubender Thriller voller überraschender Wendungen. Bestsellerautor Jussi Adler-Olsen übertrifft sich hier selbst!

 

Katrin Hildenbrand

5 Sterne
5 von 5

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© 2017 Matthias Wagner, Katrin Hildenbrand, Harald Kloth