Master and Commander (2003)

Master and Commander

(2003)

Regie: Peter Weir

Segelschiffe sind meine große Leidenschaft. Jeder, der mich etwas näher kennt, dürfte das inzwischen begriffen haben. Und als solcher Schiffsliebhaber halte ich stets Ausschau nach Abenteuer-/ Piratenfilmen. Die Bewertung eines solchen Films ist da natürlich nicht gerade objektiv.

 

Kurz einige Worte zum Inhalt: Die britische Fregatte HMS Surprise wird in der Karibik von der überlegenen französischen Acheron überrascht und schwer beschädigt. Daraufhin will Kapitän Jack Aubrey das Schiff aufspüren und als Prise nach England bringen. Dieses Vorhaben erweist sich als schwierig, denn die Acheron ist nicht nur stärker bewaffnet, er hat auch noch mit einer demoralisierten Mannschaft, schweren Stürmen und Flauten zu kämpfen. Wer sich gegenüber diesem Szenario nicht ganz abgeneigt fühlt, sollte unbedingt einen Blick riskieren. Der 133 Minuten lange Film spielt sich zu gut drei Vierteln auf der HMS Surprise ab, was dem Film eine besondere Note gibt.

Generell gibt der Streifen einen detaillierten und überraschend historisch korrekten Einblick in das Leben an Bord einer Fregatte zur Zeit der napoleonischen Kriege.

 

Auch die Schauspielleistung lässt keine Wünsche offen. Von Russel Crowe, der einen überragenden Captain Jack Aubrey darstellt, bis hin zu Billy Boyd, bekannt als Pippin aus "Der Herr der Ringe", alle Figuren sind überzeugend und souverän gespielt.

Auch der Soundtrack ist gut und gekonnt in Szene gesetzt. Er gibt den Szenen, die musikuntermalt sind nochmal eine dramatischere Wirkung und wirkt nie überflüssig und fehlt auch nie, wenn er nicht da ist.

Der Regisseur hat darauf verzichtet, dem Film eine Romanze, wie man sie in gefühlt jedem Hollywood-Streifen findet, aufzudrücken.

Der Film ist ab zwölf Jahren freigegeben, was in meinen Augen nicht ganz gerechtfertigt ist. Es ist zwar nicht übermäßig viel Blut zu sehen, dafür einige Kopfschüsse und Amputationen.

 

Der Spielfilm Master and Commander basiert übrigens auf Motiven des Romans Manöver um Feuerland (im Original: The Far Side of the World) und anderen Büchern der Aubrey-Maturin-Serie von Patrick O’Brian.

 

Fazit: Ein spannendes Hochseeabenteuer, das den Zuschauer gekonnt von der ersten Minute in seinen Bann zieht und nicht mehr loslässt. Dieses zweifach Oskar-prämierte Meisterwerk sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen.

 

Kilian Gonsch

5 Sterne
5 von 5

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© 2015 Kilian Gonsch, Harald Kloth