James Comey: Nichts als die Wahrheit

Der Ex-FBI-Direktor über die Unterwanderung des amerikanischen Justizsystems

München ; Droemer-Knaur ; 2021 ; 282 Seiten ; ISBN: 978-3-426-27855-0
 
James Comey hat Jura studiert und war in verschiedenen Ämtern der Justiz tätig. In seinem Buch beschreibt er seine Lebensstationen und zeigt immer wieder durch sehr anschauliche Beispiele auf, wie wichtig die Rechtsstaatlichkeit ist. Sie ist das Fundament der Demokratie. Er zeigt auf, dass insbesondere Staatsanwälte, der Wahrheit verpflichtet sind. Der Wille, nur der Wahrheit verpflichtet zu sein, ist wichtiger als alles andere. Wer im Justizsystem arbeitet, darf nicht parteipolitische Interessen vertreten. Passiert dies, ist es das Ende der Rechtstaatlichkeit.
 
Das Buch ist auch für alle Nichtjuristen durchaus verständlich geschrieben. Comey schafft es, dem Leser schwierige Sachverhalte verständlich zu erklären. Wer gewillt ist, etwas tiefer in die Judikative, welche neben der Legislative und Exekutive die dritte Säule der Rechtstaatlichkeit ist, einzusteigen, der ist gut beraten, das Buch von Comey in die Hand zu nehmen.
Es sei auch denen ans Herz gelegt, die immer wieder Zweifel an unserer Staatsform haben. Für freiheitliche und demokratische Staaten kommt dieses Buch zur richtigen Zeit, denn es regt zum Nachdenken an und ist, in der Sprache der Justiz, ein Plädoyer gegen den Populismus.
 
Fazit: Beruflicher Lebensweg und Plädoyer für Rechtstaatlichkeit in einem.

 

Matthias Wagner

4 Sterne
4 von 5

 © 2021 Matthias Wagner, Harald Kloth