John Strelecky: Was ich gelernt habe

Erkenntnisse für ein glückliches Leben

München ; dtv ; 2020 ; 219 Seiten ; ISBN 978-3-423-28252-9

 

Dieses neue Werk von John Strelecky dürfte - meiner Ansicht nach - die Erfolgsserie seiner bisherigen Bestseller fortführen. Thematisch in neun Kapitel geordnet, plaudert der 51 Jahre alte Autor aus seinem großen Erfahrungsschatz in gewohnter „Ich-Form“ und teilt diese mit seinen Lesern.
 
Dabei entsteht niemals der Eindruck von Besserwisserei oder Belehrung. Im Gegenteil, er setzt darauf, vertraute und oft vergessene Gedanken seinem Gegenüber wieder ins Bewusstsein zu rücken und bietet dem Leser neue Sichtweisen auf Probleme und Lösungstrategien für schwierige  Alltagssituationen an.
 
Mögliche Risiken und Nebenwirkungen: Ein Gewinn an Lebensqualität und Stressreduktion. Der eigene Blickwinkel ist entscheidend. Der Mensch kann die Sicht auf das Geschehen selbst bestimmen und lenken. Das Buch macht Mut für Veränderungen und zeigt, dass dies ohne großen Aufwand möglich ist.
 
Die Kapitel beginnen mit einer Feststellung, die als Schlüsselsatz fungiert. Anschließend untermauert John Streleckey die Aussage mit einem anschaulichen Beispiel, einer Situation oder einer kleinen Geschichte. Abschließend präsentiert er überzeugend seine Schlussfolgerung.
 
Die einfache und unkomplizierte Textformulierung ermöglicht einem großen Publikum Zugang zu diesem Schatzkästchen. Bettina Lemke hat hier gute Übersetzungsarbeit aus dem Englischen geleistet. In einem sehr persönlich geprägtem Vorwort wendet sich der Autor an seine Leser. Es folgen neun Kapitel auf insgesamt 219 Seiten, aufgelockert durch Illustrationen in kräftigen Farben von Root Leeb.
 
Verschenken Sie das Buch oder gönnen sie es sich selber. Dieser Erfahrungsschatz ist in jedem Fall den Preis wert.
 
Fazit: Wer von vorhergehenden Werken Streleckeys begeistert ist, dem wird auch dieses Buch zusagen. Planen Sie bitte etwas Zeit für diese Lektüre ein, denn es ist kein Buch zum Verschlingen. Es muss wirken können, so wie Wein vor dem Trinken atmen sollte, um vollendeten Genuss bieten zu können.

 

Elisabeth Gonsch

5 Sterne
5 von 5

 © 2020 Elisabeth Gonsch, Harald Kloth