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Stevie Nicks

Trouble in Shangri-La

2001

Stevie Nicks ist wieder da. Das Cover ihres Comebacks "Trouble in Shangri-La" vermittelt gar den Eindruck als wäre die Zeit stehengeblieben, denn die ehemalige Sängerin von Fleetwood Mac kokettiert mit ihrem Image aus früheren Tagen, das ihr den Ruf einer Pop-Elfe einbrachte. Musikalisch tat sich aber einiges, da sich die Amerikanerin hörbar bemühte, ein modernes Album aufzunehmen. Mit ihren Kompositionen bewegt sie sich aber trotzdem in ihrem ureigenen Terrain zwischen Folkpop und Countryrock.

Schon der Titelsong, der als Opener fungiert, zeigt die Struktur auf, die sich durchs ganze Album zieht: Die überwiegend im mittleren Tempo gespielten Songs werden von Stevies unverwechselbar rauher Stimme und von hervorragenden Gitarrenparts getragen, basierend auf einem Rhythmusfundament ohne irgendwelche (überflüssigen) Schnörkel. Besonders herauszuheben sind außerdem die durchweg gelungenen Intros zu den einzelnen Tracks. Und ganz nebenbei kommen dann so vorzügliche Songs wie "Socerer", die Country-Ballade "Too far from Texas" (im Duett mit Natalie Maines von den Dixie Chicks), das exotisch klingende "That made me stronger" oder die traumhafte Ballade "It's only love" zum Vorschein.

Musikalische Unterstützung erhielt sie von vielen namhaften Kollegen: Sara McLachlan, Natalie Maines oder Sheryl Crow (die auch als Produzentin und Co-Autorin einiger Songs verantwortlich zeichnet). Der Auftritt von Stevie Nicks bei Sheryl Crows Live-Mitschnitt "Sheryl Crow - Live from Central Park" scheint einige Kontakte und Freundschaften hervorgebracht zu haben (Sheryl Crow selbst wird im Booklet bei den Danksagungen gar als "little sister that I ever wanted" bezeichnet), die sich auf dieser CD sehr positiv bemerkbar machen.

Außerdem stolpert man im Booklet der CD über bekannte Namen wie Macy Gray (von der in "8ombay Saphires" leider nicht viel zu hören ist), Lindsay Buckingham (Fleetwood Mac) und die momentan allgegenwärtigen Benmont Tench und Mike Camphell (Tom Petty's Heartbreakers). Das Resultat klingt rundum solide, wenn auch das Rad (bzw. die Musik) hier nicht gerade neu erfunden wird. Dennoch überrascht die Frische und Ausgewogenheit, die auf diesem Album herrscht.

Trouble hat Stevie Nicks jedenfalls mit dieser Platte nicht zu befürchten. Welcome back, Stevie!

Wolfgang Daschner
3 *** bis 4 ****


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© 2003 Wolfgang Daschner, Harald Kloth
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