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Steve Wynn

Static Transmission

(2003)

Die Erwartung an das neue Album sind hoch geworden. Daran ist Steve Wynn allerdings selbst schuld: Hat er doch in den letzten Jahren vorzügliche ("My Midnight", 1999), teils sogar hervorragende ("Here comes the miracle", 2000) Alben vorgelegt. Aber Wynn ist als ehemaliges Mitglied von Bands wie Green On Red oder den Waterboys routiniert genug, um diesem Druck standzuhalten.

Und so legt er mit "Static Transmission" eine CD vor, die zwar das Niveau des Vorgängers nicht ganz halten kann, aber dennoch den Vergleich mit den genannten Platten nicht zu scheuen braucht. Seine Band "The Miracle 3", verstärkt um seinen alten Kumpel Chris Cacavas (git, key) spielt ziemlich druckvoll. Vor allem Schlagzeugerin Linda Pitmon tut sich hier hervor.

Die Platte beginnt mit "What comes after" ungewöhnlich ruhig, doch schon der zweite Track "Candy machine" nimmt deutlich Fahrt auf. Bei den meisten Nummern geht es mal mehr ("Keep it clean", "One less shining star", "Hollywood") mal etwas weniger("The ambassador of soul", "California style") rockig zur Sache. Markenzeichen etlicher Songs bilden die virtuosen Gitarren-Intros aber auch die oftmals ausschweifenden Fade-Outs. Besonders auffallend ist dies bei "Amphetamine", dem mit 6:35 Minuten längsten Track. Allerdings befinden sich auch ein paar "Ausreisser" auf der CD: Bei "Maybe tomorrow" und "Riverside" kommen Streicher (!) zum Einsatz und "Charcoal sunset" klingt fast schon folkig.

Etwas schade ist nur, dass die Energie, die die Band live entfaltet, bei den Studioaufnahmen dieser CD logischerweise nicht ganz so rüberkommt wie im Konzert. Apropos Konzert: Auf der Platte ist ein Hidden Track enthalten, den die Band "real unplugged" spielt. Auf der Tour zu diesem Album im Frühjahr 2003 spielte Wynn mit seinen Begleitern diesen Titel ohne irgendeine elektrische Verstärkung, sogar ohne Mikros mitten im Publikum!

Wolfgang Daschner
4 **** bis 5 *****


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© 2003 Wolfgang Daschner, Harald Kloth
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