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N.O.H.A.

No slack!

2001

Im Musikbusiness ist mittlerweile alles möglich und alles erlaubt. Es wird munter experimentiert und die verschiedensten Stilrichtungen miteinander kombiniert. Ein gutes Beispiel für diese These ist die neue CD der Band N.O.H.A.

Kopf dieser Multi-Kulti-Truppe ist der ausgebildete Jazz-Saxofonist Philip Noha aus Prag. Und da er nichts mehr haßt, als in eine bestimmte Stilschublade gesteckt zu werden (sorry - Kritikerkrankheit!), holte er sich so unterschiedliche Musiker wie den farbigen New Yorker Rapper und MC "Chevy" und die aus Manchester stammende Jazz-Sängerin Sam Leigh Brown in die Band. Die restlichen Musiker kommen aus dem Kölner Raum (u.a. das Bläser-Esemble "The Horrible Horns").

Das Ergebnis ist die kontinentale Antwort auf den Trip-Hop-Sound Englands, allerdings mit einer gehörigen Portion Jazz angereichert und mit einem kräftigen Schuß Pop abgeschmeckt. Besonders bei Stücken letzterer Art kann sich die an einem Musik-Konservatorium geschulte Sam Leigh Brown ausgezeichnet in Szene setzen ("Set out", "Naturally trippin out", "Back in the game") und es kommen wunderschöne Popsongs zu Tage, bei den flotteren Nummern sind dafür die anderen Musiker voll in ihrem Element und es entstand eine mitreißende Mischung aus Jazz-, Club- und Dancehallsounds ("I'm like that", "Big sweat", "No slack"). Die Band entfaltet einen höllischen Groove und die Rap-Einlagen von MC Chevy fügen sich harmonisch in das Klanggebilde.

Jazz goes Dancehall - und wer bei so einer Platte nicht in gute Laune bekommt ist selber schuld!

Wolfgang Daschner
4 **** bis 5 *****


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© 2003 Wolfgang Daschner, Harald Kloth
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