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Deutschland 2003, Regie: Hendrik Handloegten
(West)deutschland in den 80er Jahren: Helmut (Fabian Busch) verliebt sich in Schülersprecherin Britta (Susanne Bormann). Nach erster Liebe und erstem Sex verliert er sie aus den Augen. Er lernt Medizinstudentin Gisela (Fritzi Haberlandt) kennen - die er später mit Barbara (Sophie Rois) betrügt. Auch die ältere Sportreporterin Gloria (Anka Lea Sarstedt) passt nicht wirklich zu ihm. Erst mit Tina (Birgit Minichmayr) kann er sich seine eigene Familie vorstellen - doch seine Jugendliebe Britta hat er noch nicht vergessen und so macht er sich ein letztes Mal auf die Suche nach ihr.
Helmut Kohl, Anti-Atomkraft-Bewegung, Nato-Doppelbeschluss, Perestroika. Die Verfilmung des autobiografisch angehauchten Romans von Frank Goosen erzählt vom Erwachsenwerden in der Bundesrepublik der 80er Jahre. Fabian Busch (23 - Nichts ist so wie es scheint) ist die ideale Besetzung für den jungen Helmut, der lange Jahre damit verbringt nach einem Ideal - seiner Jugendliebe - zu suchen. Während Helmut aus kleinbürgerlichen Verhältnissen stammt, ist Britta aber politisch engagiert und hat wohlhabende Eltern. Ihre Wege trennen sich, verlieren sich aber nie ganz.
Liegen lernen erinnert manchmal etwas an Stephen Frears High Fidelity (2000). Die Figuren wirken glaubwürdig, nicht übertrieben, normal. Dadurch wirkt dieses Jugendportrait so ehrlich. Die Filmmusik (The Cascades, Fisher Z, F.R. David, R.E.M.) verleiht diesem zeitlosen Film große Emotionalität.
Fazit: Ein toller Film über das Erwachsenwerden und die Suche nach einer Illusion. Empfehlenswert für alle, die in diesem Jahrzehnt groß geworden sind.
Harald Kloth
4 **** bis 5 *****
© 2008 Harald Kloth
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