Startseite > Literaturkritiken > Belletristik

Connie Palmen

Idole und ihre Mörder

Roman


Auf 112 Seiten analysiert die niederländische Star-Autorin unter anderen die Morde an John Lennon, Gianni Versace, John F. Kennedy, an den rechtsgerichteten Politiker Pim Fortuyn aus philosophischer Sicht und versucht hinter die Beweggründe bzw. Motive der Täter zu kommen. Berühmte Selbstmorde, wie etwa die von Marilyn Monroe oder Elvis Presley erscheinen vor diesem Hintergrund in einem neuen Licht.

Ausschlaggebend für die Aufarbeitung dieser Thematik ist Connie Palmens eigene Erfahrung mit einem Fan, der ihr sozusagen aus Liebe und Verehrung nach dem Leben trachtet um sie mit keinem anderen Teilen zu müssen.

Untersucht werden die Triebfedern dieser Fans, Fanatiker, Stalker, Mörder beziehungsweise Selbstmörder und hier erkennt die studierte Philosophin Connie Palmen bei allen Fällen ein ganz besonderes immer wiederkehrendes Phänomen: Das Unvermögen zwischen Sein und Schein unterscheiden zu können, Fiktion und Wirklichkeit lassen sich nicht mehr auseinander halten, die Grenzen von echt und unecht werden zunehmend nebulös.

In diesem autobiographischen Werk glänzt die Autorin durch intelligente, messerscharfe Analysen. Die Aphorismen setzt sie gewohnt brillant. In jeder Sequenz fühlt man beinahe körperlich, wie sie sich in die Philosophie der beschriebenen Morde und Suizide hineinversetzt. Trotz dieser gewaltigen Thematik wirkt dieses Werk leicht und offen, was vor allem dem flüssigen und homogenen Schreibstil der Autorin zu verdanken ist.

Fazit: Anspruchsvolle Unterhaltung auf hohem Niveau.

Wolfgang Gonsch
4 ****

mehr von Connie Palmen

jetzt bestellen bei amazon.de | Connie Palmen bei amazon.de

^


© 2005 Wolfgang Gonsch, Harald Kloth
alle Rechte bei den Autoren

http://www.how2find.de/idoleundihremoerder.htm