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Haus aus Sand und Nebel

House of Sand and Fog

USA 2003, Regie: Vadim Perelman

Durch eine Zwangsversteigerung verliert Kathy Nicolo (Jennifer Connelly) ihr Haus. Die alkoholkranke Frau will aber nicht wahrhaben, daß in ihrem Elternhaus nun eine iranische Familie wohnt. Der im Exil lebende Massoud Behrani (Ben Kingsley) hat das Anwesen günstig ersteigert, um es gewinnbringend weiterzuverkaufen. Kathy kann den Polizisten Lester (Ron Eldard) dazu bringen ihr zu helfen, er setzt die Behranis unter Druck. Ein zermürbender Kampf um das Haus, um Familien und Heimat beginnt ...

Schon im schockierenden Requiem for a Dream (2000) wußte Jennifer Connelly als Drogenabhängige zu überzeugen. In Haus aus Sand und Nebel kann sie neben einem ebenso großartig agierenden Ben Kingsley (Gandhi, 1982 oder Schindlers Liste, 1993) bestehen. Die Figur des iranischen Ex-Colonel ist ihm wie auf den Leib geschrieben, er spielt ihn brilliant nuanciert. Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Figuren machen die Faszination dieses großartigen Filmdramas aus. Beide, Nicolo wie Behrani, suchen „ihre“ Heimat. Beide fühlen sich im Recht, moralisch oder rechtmäßig. Beide kämpfen um ihre bürgerliche Existenz, um ihren Lebensstandard, der um jeden Preis nach außen aufrecht erhalten werden muß. Beide haben ihre Fehler, haben gute wie schlechte Seiten. Der Gegensatz der Kulturen bringt eine weiteres, extrem interessantes, Thema, in diesen fantastisch fotografierten Film.

Fazit: Spannend, facettenreich und sehr intelligent erzählt. Einer der besten Filme des Jahres.

Harald Kloth
Grafik 5 Sterne

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© 2008 Harald Kloth
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