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Rich Hopkins / The Luminarios

Devolver

(1999)

Es gibt Musiker, die jahrelang an einem einzigen Album werkeln. Und dann gibt es welche wie Rich Hopkins. Der Mann aus Tuscon, Arizona sorgt durch Tourneen und Platten mit verschiedenen Bands dafür, daß gitarrenorientierter Rock aus den südlichen USA nicht ganz von der Bildfläche verschwindet.

War er zuletzt mit den Sandrubies unterwegs, so bedient er sich auf dieser Scheibe wieder der bewährten Mithilfe der Luminarios (außer Michael Davies am Bass wechselnde Besetzung, unter anderem Stephan George und C. Romero an den Gitarren und am Schlagzeug Randy McReynolds und Bruce Halper. "Devolver" knüpft mit dem bewährten gitarrenlastigen Rocksound nahtlos an den Vorgänger "The Glorious Sound Of" und den Live-Mitschnitt "3000 can't be wrong" an. Dabei schlägt Hopkins gekonnt eine stilistische Brücke zwischen dem Rock der Sixties ("Red River Saloon") und einem modernen Gitarrensound ("Last Planet of Love"), der manchmal ziemlich an Neil Young erinnert.

Im Vergleich zum Vorgänger dominiert allerdings mehr die akustische Gitarre mit der Hopkins (zum Beispiel im Instrumental "Intergalactic Space-Shitting Dinosaurs") des öfteren eine schöne Melodieführung aufbaut, um sie in der letzten Hälfte des jeweiligen Songs mit brachialen E-Gitarren wieder niederzuwalzen. In der zweiten Albumhälfte dann die Überraschung: Die Musik bekommt einen hörbar spanischen Einschlag: Was bei "Seasons of Long Legs" als Gitarrensolo beginnt, wächst in den folgenden beiden Songs "Tres Amigos" und "Sincero Amor" (mit Geigensolo und in spanisch gesungen!) in ungewohnte Ausmaße.

Eine sehr interessante und abwechslungsreiche Platte (wenn auch mit vielleicht einer Instrumentalnummer zuviel) insbesondere für Neil Young-Fans ein heißer Tipp!

Wolfgang Daschner
3 *** bis 4 ****


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© 2003 Wolfgang Daschner, Harald Kloth
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