Die 3teilige Serie Counter Force beleuchtet die Arbeit internationaler Anti-Terror-Einheiten - vorwiegend aus us-amerikanischer Sicht. Spektakulär wechseln sich dabei original Trainingsfilme der Spezialeinheiten, Interviews mit Sicherheitsbeamten und Zeitzeugen, sowie teils schockierende Fernseh-Nachrichtenbilder ab. Schnelle Schnitte und oft zu pathetische wirkende Musik erzeugen einen zwiespältigen, fast actionartigen Eindruck, der ob dem ernsten Thema nicht ganz angemessen wirkt. Die Interviews geben gute Hintergrundinformationen über die vergangenen Einsätze und sind mit am interessantesten.
Der Diplomatische Sicherheitsdienst des amerikanischen Außenministeriums, genannt Diplomatic Security Service (DSS), schützt Amerikaner weltweit. Mehrere originale Trainingsfilme zeigen wie die taktische Eliteeinheit innerhalt des DSS, die Mobile Security Division (MSD), Terrorangriffe abwehren kann. Portraitiert werden außerdem die Terroranschläge auf die amerikanische Botschaft in Kairo und der erste Anschlag auf das World Trade Center in New York 1993 (der Hauptverdächtige damals war Osama Bin Laden!). Außerdem wird der Giftanschlag auf die Tokioter U-Bahn beleuchtet.
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Mit Spezialeinheiten der Polizei beschäftigt sich der zweite Teil. Die israelische Geheimeinheit "Ya´mas" agiert verdeckt im arabisch-israelischen Konflikt, um Informationen über Terrorgruppen zu sammeln. Die österreichische Eliteeinheit GEK Cobra wurde nach den Anschlägen auf das OPEC-Hauptquartier (1975) in Wien gegründet. Schließlich werden Mitglieder der NYPD Special Operations Division gezeigt, die eine taktische Rettungseinheit in New York darstellen und Terroranschläge verhindern sollen.
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Zuerst wird die Entstehung und Geschichte der deutschen GSG9 erzählt. Ausführlich wird gezeigt, wie diese Bundesbeamten ihre Ausbildung perfektionieren. Eine der erfahrendsten Polizeieinheiten ist die spanische GEO. Durch den Kampf gegen die ETA bekam sie diesen Ruf. Dargestellt wird außerdem, wie die britische SAS eine Geiselnahme in der iranischen Botschaft in London 1980 beendete. Interessant auch die Rettungsaktion für den Amerikaner Kurt Muse, der in Panama von General Noriega verhaftet wurde und von einer amerikanischen Militäreinheit, den Rangern, befreit werden konnte.
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Fazit: die Sichtweise dieser amerikanischen Fernsehdokumentation ist einseitig und klar us-amerkanisch orientiert. Die actionlastige Präsentation geht zu Lasten der Glaubwürdigkeit, die vermittelt werden soll. Politische Hintergründe werden nicht angesprochen und die Einsätze niemals in Frage gestellt. Interessant ist dieser Rückblick vor den Anschlägen des 11. September 2001 aber dennoch: zeigt er doch erstaunlich viel Hintergrundmaterial zum Training der Spezialeinheiten, das man ansonsten nicht zu sehen bekommt.
Harald Kloth
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© 2005 Harald Kloth
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