Fünf Jungen werden beim Spielen in den unterirdischen Kammern einer Burgruine verschüttet. Da die Kinder niemandem von ihren Plänen erzählt haben und angesichts schwindender Vorräte sind Spannungen innerhalb der Gruppe vorprogrammiert. Nur der Dorf-Einsiedler Gernot Seiler, der die Kinder als Letzter gesehen hat, ahnt etwas von ihrem Verbleib. Aber er behält seine Meinung für sich, da es für ihn nur kleine Diebe sind, die regelmäßig seine Apfelbäume plündern ...
Der Autor Michael Tietz lässt seine Geschichte im Südschwarzwald spielen, wo er selbst mit seiner Familie lebt. Die Schilderungen der örtlichen Begebenheiten wirken dadurch sehr anschaulich. Er versteht es seinen Figuren Leben einzuflößen. Sein Erzählstil ist jedoch oft sehr langatmig und ausschweifend, sodass man öfter in Versuchung gerät einige Zeilen bzw. Seiten zu überfliegen. Besonders die Gedankengänge des Max wirken zum Schluss hin sehr irritierend und wiederholen sich.
Dieser Roman ist insgesamt leider nicht herausragend. An manchen Stellen, vor allem auf den letzen 50 Seiten wird das Buch dann aber doch noch ein bisschen spannend. Es lässt sich meist gut lesen, ist aber auch nicht sonderlich fesselnd. Die meisten Thriller können ein weitaus höheres Spannungslevel vorweisen. Das gewisse Einzigartige, Besondere hat dieser 464seitige Roman leider nicht.
Fazit: Ein durchschnittlicher Roman, bei dem zum Schluss doch noch ein wenig Spannung aufkommt.
Katrin Scharf
2 bis 3 von 5
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© 2012 Katrin Scharf, Harald Kloth
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